Die Rutsche

von tbcg
Übersetzung aus dem Englischen: The Slide

Susie beobachtete nervös ihre 5 Jahre alte Tochter, die oben auf dem Podest der Rutsche stand. Marie war schon lange kein Kleinkind mehr, aber Susie dachte trotzdem, dass die große Rutsche etwas zu groß für sie ist. Letztes Jahr stand es noch außer frage, das sie Marie da runter rutschen lässt, selbst wenn Marie immer wieder gefragt hatte. Die Rutsche sah schon etwas eigenartig aus. Aus Metall mit einer roten Plastik Röhre auf dem halben Weg nach unten. Ein merkwürdiger Mix aus zwei Rutschen-Designs in einer. Marie setzte sich vorsichtig hin und stieß sich ab. Susie beobachte wie ihre Tochter aus der Röhre schoss und war überrascht, wie viel Geschwindigkeit sie doch aufgenommen hat. Sie fing das Mädchen auf dem letzten Stück ab, hob sie hoch und schwang sie herum. Marie lachte laut los – dieses Lachen, wie es nur kleine Kinder können und das einem das Herz erwärmt.

“Jetzt musst DU aber rutschen Mami!” Sagte Marie aufgeregt und zeigte die Rutsche hoch.

“Oh, ich weiß nicht Schatz, wir müssen eigentlich los jetzt … es ist bald Zeit fürs Abendessen.” Sagte Susie in einem Erwachsenen Ton. Doch Marie zog an ihrem Arm.

“Komm schon Mami, wie ein Kind … bitte?” Susie seufzte. Naja was soll’s, wird schon nichts passieren? Sie sah sich nach den anderen Familien im Park um. Die werden sich bestimmt Kapput lachen, aber wen interessiert das schon? Das Leben ist viel zu kurz, dachte sie. Sie stieg die Stufen der Rutsche hinauf und setzte sich oben hin. Sie schaut die Rutsche herunter. Die Distanz zum Ende war nicht sehr groß. Insgeheim Wünschte sie sich, das sie Jung genug wäre, um die Abfahrt voll genießen zu können. Sie stieß sich los und schrie laut “Yuhuuu!” als sie herunter rauschte.

Anstatt am Ende der Rutsche davon zu fliegen, wurde sie langsamer und stoppte auf dem letzten Stück mit einem erschrockenen Gesichtsausdruck. Es war ein unglaublicher Gedanke, eine schreckliche Gewissheit, die sie überkam, als sie stoppte. Ihr Kopf kämpfte noch mit der Vorstellung – das war nicht Möglich.
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Mr Offensichtlich

von tbcg
Übersetzung aus dem Englischen: Captain Obvious

“Es kann die Realität verändern!” erklärt Alexander seiner Freundin Emily.

“Was meinst du damit?” fragt diese. Ihr gefiel es nicht, dass Alex ständig irgendwelchen Blödsinn auf eBay kauft. Jedes Teil ist noch sinnloser und nutzloser als das davor. Letzte Woche war es ein verhexter Toaster, die Woche davor eine Million Simbabwe Dollar. Die waren nicht mehr wert als ein paar Cent, auch wenn Alex deutlich mehr dafür bezahlt hatte. Und diese Woche ist es nun so ein komischer Kugelschreiber, der gut und gerne auch ein Werbegeschenk sein könnte.

“Der Verkäufer hat gesagt, man drückt die Mine raus und was immer man sagt, bevor man die Mine wieder rein drückt, wird WAHR! Zum Beispiel” *Klick* “der Fernseher in meinem Zimmer ist ein 60 Zoll LCD.” *Klick*
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Die Weihnachtswindeln

von tbcg

Draußen wird es langsam dunkel und die Straßen sind alle dicht bedeckt mit einer weißen Schneedecke. Es ist das erste Weihnachtsfest mit meiner Freundin Kathy. Wir hatten uns Anfang des Jahres kennengelernt und uns sofort ineinander verliebt. Ich heiße Christian, werde aber meist nur Chris genannt. Trotz diverser kleiner Streitereien die wir in letzter Zeit hatten, war heute ein wunderbarer Tag mit Kathy zusammen und er sollte noch besser werden.

Wir sind seit etwa einer Stunde aus der Kirche zurück, wir hatten uns dort das Krippenspiel angesehen, und sind jetzt dabei das Abendessen vorzubereiten. Den Kartoffelsalat hat Kathy schon fertig, ich mache nur noch die Würste warm und dann kann es losgehen. Kathy bereitet in der Zwischenzeit den Tisch vor. Ich bringe das Essen ins Wohnzimmer als Kathy gerade ein Paket unter den Weihnachtsbaum legt.

“Ich leg deins auch gleich drunter. Ich muss nur schnell das Essen abstellen.”

Gesagt getan, hole ich mein Geschenk für Kathy aus dem Versteck. Sie hat sich schon seit langem ein Babydoll Nachthemd gewünscht. Verpackt in Hello-Kitty Geschenkpapier, lege ich ihr Geschenk unter unseren Weihnachtsbaum. Das Päckchen sieht ziemlich klein aus neben ihrem, was sie mir wohl gekauft hat.
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Lenes Plan

von tbcg

Einleitung

Ich bin Christian, mit meinen 12 Jahren trag ich nun wieder tags und nachts Windeln. Laut meiner Mutter war ich ziemlich zeitig trocken, mit 2 Jahren tags und nachts. Als ich 4 war bekam ich eine Schwester, Lene. Sie ist bis heute noch nicht trocken und sie macht auch keine Anstanden trocken zu werden. Sie geht sogar auf eine Sonderschule für Kinder wie sie. Für einen 12 Jährigen Junge gibt es da natürlich nichts besseres, als seine kleine Schwester mit den Windeln aufzuziehen. Mittlerweile stört meine Schwester das aber gar nicht mehr.

Unsere Eltern leben geschieden. Meine Schwester und ich leben im Haus meiner Mutter. Ich denke mir, dass die Scheidung unserer Eltern an Lenes Situation Schuld ist. Als Lene 2 war begann sie gerade trocken zu werden, und mitten in der Zeit trennten sich unsere Eltern.

Jetzt wo wir Sommerferien haben läuft Lene den ganzen tag nur in T-Shirt und Windeln rum. Meine Mutter Wickelt sie zwar mehrmals täglich, aber zum glück macht sie ihr großes Geschäft auf Toilette.

Mittlerweile hat meine Mutter es aufgegeben mit Lene zu irgend welchen Ärzten zu gehen, die ihr dann doch nicht helfen können.

Lenes Zimmer ist eigentlich fast noch so eingerichtet wie vor 7 Jahren. Sie schläft in einem Gitterbett, hat einen Wickeltisch und eine Spielecke die eher für Babys gedacht ist als für eine 8 Jährige.
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Der Weg zurück zur Windel

von tbcg

Mit zwei Jahren hatte ich es geschafft tagsüber trocken zu sein.
Und schließlich mit 2 1/2 auch in der Nacht. Mit 9 Jahren sollte sich das dann aber wieder ändern.

Wir waren auf Mallorca. Mit wir meine ich, meine Mutter, meine 3 Jahre jüngere Schwester Lene und ich. Der Ärger ging schon vor dem Hinflug los. Lene braucht seit fast einem Jahr Nachts keine Windeln mehr, sie hat aber noch ab und zu ein paar “Unfälle”, so etwa 1 mal im Monat. So sollte sie doch zur Sicherheit, für den Flug über, eine Windel um bekommen. Lene gefiel das natürlich gar nicht. Sie wollte das ich auch eine um bekomme, aber da lies meine Mutter nicht mit sich handeln.

Der Erste Abend im Hotel. Wir waren in einem recht großen Hotel, und da mein Schwester, wie schon erwähnt, ab und an ein paar „Unfälle“ hat, wollte meine Mutter sie wickeln. In einem Hotel wirkt ein durchnässtes Bettlaken eben recht beschämend, begründete sie das. Aber wie die Kleinen nun mal so ihre Launen haben, weigerte sich Lene wieder. Sie wollte keine Windel um bekommen, ich hätte doch auch keine um. Sie findet es ungerecht, bloß weil sie manchmal noch ins Bett macht soll sie windeln tragen. Es kann doch genau so gut passieren, das ich ins Bett mache, und da nützt es ja wenig wenn nur sie eine Windel um hat. Meine Mutter gab schließlich entnervt und von Heulorgien und Geschrei geplagt nach. Sie gab meiner kleinen Schwester sogar recht. Und das sie sofort was dagegen unternehmen werde.
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Spiel nicht mit deiner Vergangenheit – Chris

von tbcg

Die Ex-Freundin

Ich sitze wie jeden morgen am Frühstückstisch und trinke in ruhe meine Milch. Heute hab ich mich für eine Erdbeermilch entschieden. Draußen regnet es mal wieder, was wunderbar zu meinem Gemütszustand passt. Die letzten paar Wochen waren einfach schrecklich, so niedergeschlagen war ich schon lange nicht mehr. Das liegt aber nicht daran, dass die Sonne in den letzten Monaten kaum zu sehen war und es immer dunkel draußen ist. Nein, meine Freundin hat mich vor 3 Wochen verlassen.

Jetzt könnte man sagen, was soll’s, andere Mütter haben auch schöne Töchter. Aber es war Kati, meine Kati! Wir kannten uns schon seid dem Sandkasten oder genauer gesagt, seit meinem ersten Tag im Kindergarten. Damals war sie natürlich noch nicht meine große Liebe, eher eine nervende, ständige Begleiterin.
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Katie’s geheimer Plan

von tbcg
Übersetzung aus dem Englischen: Katie’s Secret Plan

Kapitel 1

Es ist lautes Geschrei und Gekreische zu hören. Gefolgt vom dem Rattern der Stahlrädern auf den Eisenschienen und dem quietschen der Bremsen. Der Wagen der Achterbahn nimmt die letzte Kurve, wird langsamer und kommt schließlich zum stehen.

“Ich hoffe Ihnen hat die Fahrt gefallen, bitte gehen Sie hier rechts zum Ausgang.” Rief einer der Parkangestellten.

Wir schreiben das Jahr 2004, es ist ein perfekter Spätsommertag im Heide Park. Die Sonne scheint, der Park ist gut gefüllt und die Leute genießen das Letzte offene Wochenende des Parks für diese Saison.

Heute an ihrem 11. Geburtstag geniest Katie Johnston ihren ersten Besuch eines Vergnügungsparks. Da sie für ihr Alter doch recht klein ist, durfte sie nicht mit jeder Achterbahnen fahren, aber mit der hier schon, der Holzachterbahn Colossos. Es war zwar keine wirklich angsteinflößende Fahrt, aber für Katie war es die ganze Zeit ein riesen Spaß.
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